Kayaking

Tag 2

Heute muss es krachen, die 'Store Froysa' steht auf dem Programm. Dieser linke Zufluss der 'Tora' wartet mit extrem hohen und gefährlichen Wasserfällen auf die Paddler. Hinzu kommt, dass die Boote etwa eine Stunde zum Einstieg hoch getragen werden müssen. Also heißt es erneut aufstehen bevor der Hahn kräht. Doch dank des leckeren Frühstücks und der liebevollen Umsorgung ist dies kein Problem.

Nach dem schweißtreibenden Hochlaufen geht’s nun aber erst richtig los – zwei Wasserfälle stehen auf dem Programm, fünf und zwölf Meter. Das Problem: es muss erst in den Fluss abgeseilt werden, und am Ende müssen die Paddler auch wieder aus dem Fluss hochgezogen werden. Es dürfen keine Fehler gemacht werden.

Nach dem zweiten Wasserfall geht es direkt in den nächsten noch nicht befahrenen Abfall. Während es einige Zeit dauert bis alle Kameras an Ort und Stelle sind und die Sicherungsposten eingenommen sind, steigt die Spannung bei den Fahrern ins Unermessliche.

Wie schon so oft beginnt Markus Hummel und legt die perfekte Linie vor. Die anderen drei folgen nach und nach. Eine sich lösende Spritzdecke oder ein brechendes Paddel könnte verheerend sein. Doch der Wasserfalltroll ist gut gelaunt. Lediglich das Paddel von Newcomer Florian Dillier fordert er kurzzeitig ein. Die Handrolle von Flo sitzt aber perfekt, sofort ist er über Wasser und rudert mit seinen Händen ans rettende Ufer.

Nach einer kleinen Mittagspause, für die alle sehr dankbar sind, geht es weiter auf den Oberlauf der 'Tora'. Hier wartet eine monströse Dreier-Kombi. Nicht nur aufgrund der unbefahrbaren Stelle am Anschluss wurde diese Kombi noch nicht oft befahren. Fehler darf man sich hier nicht leisten. Die ersten drei Befahrungen verlaufen perfekt, die Paddler erreichen das rettende Kehrwasser vor der nächsten Abrisskante. Doch dann stockt allen für einige Sekunden der Atem: Schorschi Schauf erwischt den Absprung vom letzten Wasserfall nicht exakt, und wird sofort mit einer Extrarunde im Rücklauf bestraft. Als dieser ihn frei gibt, befindet er sich auf der falschen Seite des Flusses. Um das rettende Kehrwasser zu erreichen, muss er den Pilz des Wasserfalls queren – das heißt er muss kräftig am Stock ziehen. Doch Schorschi lässt nichts anbrennen und ist wenige Minuten später auf der richtigen Seite.

Der Standardabschnitt der 'Tora' ist nach soviel Action nun kein Problem mehr, auch wenn die Jungs langsam aber sicher bei ihren letzten Kraftreserven angekommen sind. Nach dem Abendessen fallen alle müde in ihre Schlafsäcke – nach so einem anstrengenden Tag wundert das aber niemanden.