Climbing

Katharina Saurwein (AUT)

Wiswedel-110830-117.jpg
Wiswedel-110830-249.jpg
Wiswedel-110830-547.jpg
Wiswedel-110830-755.jpg
Wiswedel-110830-828.jpg

Geburtstag: 11.11.1987
Wohnort: Innsbruck, Österreich

Wie bist Du zum Klettern gekommen? Wer hat Dich herangeführt?

Als ich sechs Jahre alt war nahm ich Schwimmunterricht in der Universität Innsbruck. Um unsere letzte Session zu feiern, war es uns erlaubt, andere Sportarten auszuprobieren, eine davon war Klettern. Ich sah die künstliche Wand und habe versucht sie hochzuklettern. Es hat so viel Spaß gemacht, dass ich den Sommer noch einen Kletterkurs begann und bald darauf ein Mitglied des Innsbrucker Kletterteams wurde.

Wie wichtig ist Dir die Ethik beim Klettern und was macht sie aus?

Es gibt immer eine Menge Diskussionen über die Ethiken vor allem zu den Themen Mehrseillängenroute und Alpinismus. Jeder vertritt einen anderen Blickwinkel, somit ist es echt schwer zu unterscheiden, was ist ethisch korrekt und was nicht. I glaube, sobald man von einer Sache ethisch überzeugt ist, dann sollte man sich dementsprechend verhalten und dieser treu bleiben.

Was ist das besondere am Klettern? Was löst die Leidenschaft und Besessenheit aus, mit der du diesen Sport betreibst?

Für mich ist das Klettern die perfekte Sportart, weil sie eine so große Abwechslung bietet. Jeder Griff ist anders, jede Bewegung ist einmalig und es gibt so viele unterschiedliche Kletterspots auf der Welt. Dein Körper und dein Kopf müssen perfekt zusammen arbeiten.

Hattest Du selber ein Vorbild?

Ich habe kein richtiges Idol, aber natürlich hat jeder Kletterer unterschiedliche Stärken und diese Stärken, finde ich, sind bewundernswert.

Wie viel Zeit verbringst du beim Klettern?

Ich verbringe um die 15 Stunden in der Woche in der Halle. Rechne ich das Klettern im Freien, das zum Training gehen, arbeiten, was ich auch immer mit Klettern verbringe... dann würde ich sagen, dass mein ganzes Leben dem Klettern gewidmet ist.

Auf welche Routen/ Projekte bist Du besonders stolz und warum?

Das Projekt, das ich kürzlich gemacht habe und auf das ich besonders stolz bin ist „Ganja“. „Ganja“ ist eine 8a+ im Zillertal, überhängend mit Fingerrissen. Es war mein erster Fingerriss, den ich je geklettert bin und ich habe sehr viel Anstrengung dafür investiert. Ich musste mich erst einmal an das Rissklettern und die Schmerzen gewöhnen, die man einfach ignorieren muss. Das Klettern hat sehr viel Spaß gemacht und auch die Zeit der Versuche habe ich wirklich genossen.

Wie würdest Du dich selbst bezeichnen? Als Kletterer oder Boulderer?

Ich denke, ich bin beides. Am Anfang meiner Kletterkarriere, war ich definitiv eine Kletterin, aber ich habe mich über die letzten 2 Jahre auf das Bouldern spezialisiert. Ich genieße immer noch beides.

Und was macht einen ‚lässigen Boulder’ aus?

Ein cooler Boulder hat eine hübsche Linie, tolle Griffe, guten Fels und er sollte etwas hoch sein. Aber was das Wichtigste ist: es muss einfach Spaß machen, ihn zu klettern!

Was muss man mitbringen, um in diesem Sport erfolgreich zu sein?

Da Klettern ein so vielseitiger Sport ist, ist es schwer zu entscheiden, was am wichtigsten ist. Natürlich sollte man Kraft haben (vor allem Kraft in den Fingern und Oberkörper), aber man braucht auch Ausdauer, Koordination, Gleichgewicht und einiges mehr.

Was würdest Du machen, wenn Du nicht mehr klettern könntest?

Ich glaube, ich würde verrückt werden.

Was zeichnet Dich aus, was sind Deine Stärken?

Ich denke, meine Stärke liegt darin, dass ich immer noch Freude am Klettern habe. Ich bin gut in dynamischen Bewegungen, Springen, Dächern, Konzentration und Vorausschätzung.

Und was sind Deine Schwächen?

Definitiv Platten.