Geburtstag: 07.06.1970
Wohnort: Meran, Italien
Ich habe schon in frühester Jugend im Alter von sechs Jahren die Pools in Meran und Umgebung unsicher gemacht. Wir sind dort mit selbstgebauten Flößen die Stromschnellen hinunter gefahren.
Mit neun Jahren begann ich, Kajak zu fahren. Nach der Mittelschule bin ich dann nur noch Kajak gefahren. In den Wintermonaten habe ich gejobbt. Ich war sechs Jahre lang Mitglied der Nationalmannschaft. Beim Militär war ich auch ein Jahr - in der Sportgruppe Wildwasserkanu Slalom und Abfahrt. Nach vier Monaten hätte ich mich für vier Jahre verpflichten müssen, um in der Sportgruppe zu bleiben. Ich wollte eigentlich Berufskajaker werden, habe mich aber dann doch dagegen entschieden, denn unter dem Leistungsdruck hatte mir das Training keinen Spaß mehr gemacht. Von da an habe ich den Sport nur noch hobbymäßig betrieben, denn Sponsor Mama hat auch nicht mehr so mitgespielt...
Mit 14 habe ich mit Sportklettern angefangen und nachdem ich mit dem Kajakfahren aufgehört hatte, sah ich Bilder vom Canyoning. Ich wollte das am Gardasee unbedingt ausprobieren. Wir haben uns zunächst sehr dilettantisch angestellt, denn es gab ja noch nichts.
Mit 20 habe ich dann nachträglich eine Lehre als Druckvorlagenhersteller gemacht. Aufgrund des technischen Fortschritts gibt es den Beruf inzwischen gar nicht mehr. Nach meiner zweijährigen Ausbildung bin ich im selben Betrieb Abteilungsleiter geworden, habe den Job aber nach fünf Jahren hingeschmissen
Ich bin damals für zwei Jahre nach Österreich zu faszinatur gegangen. Dort habe ich als Kajakbegleitung gearbeitet und auch gleich Canyoningtouren geführt, weil ich neben Thomse (Thomas Kracker) einer der wenigen war, der schon Erfahrung hatte. So hatte ich gleich viel Arbeit, weil ich beides machen konnte, Raften und Canyoning. Gemeinsam mit Thomse habe ich mich dann auch in Frankreich ausbilden lassen. Teilweise konnten wir den Ausbildern noch was zeigen, denn der Sport war noch nicht ausgereift. Aber es war ein Anfang. Das muss so 1995 gewesen sein.
Zwei Jahre später habe ich mich am Gardasee mit einem eigenen Canyoningunternehmen selbständig gemacht. Nach fünf Jahren haben meine Partnerin und ich das Geschäft jedoch verkauft, da es sich nicht so entwickelte, wie wir uns das vorgestellt hatten, beziehungsweise man für die Arbeit und Zeit, die man investieren musste, zu wenig verdient hat. Damals haben wir auch beide ein Superjobangebot bekommen, so dass uns die Entscheidung leicht fiel.
Ich hatte in den Wintermonaten bereits als Monteur gearbeitet und Krankenhäuser und Altersheime eingerichtet. Ich bin dann zum Montageleiter aufgestiegen und die Firma wollte mich fix anstellen. Das Angebot kam wie gerufen. Leider entwickelte sich dieser Job auch wieder so, dass ich viel reisen musste, ständig auf Achse war und viel Freizeit verlor. 2008 habe ich dann zu einer anderen Firma gewechselt und mache jetzt den technischen Service für medizinische Kleingeräte. Der Job nimmt mich zwar auch acht Stunden am Tag und fünf Tage die Woche in Beschlag, aber in Südtirol. Außerdem arbeite ich zur Hälfte vom Büro aus und habe somit viel mehr Freizeit.
Was mich am Canyoning fasziniert ist das bewegte Wasser. Wildwasser hat mich schon immer fasziniert. Wir sind als Kinder schon darin schwimmen gegangen. Wasser ist ein Element, das bei mir in keinem Urlaub und an keinem Wochenende fehlen darf. Und Wasser in Kombination mit Höhe, die es zu überwinden gilt, durch Abseilen oder Springen, hat mich auch schon immer gereizt. Ich bin immer überall hochgeklettert, um irgendwo rein zu springen. Irgendwann will man dann immer höher und weiter springen und arbeitet darauf hin.
Was mich noch fasziniert ist die Natur. Und Canyoning ist eine Naturgeschichte: jahrtausend alte Felsformationen umgeben dich und die einmaligen Maserungen bekommt man nur vom Inneren der Schlucht zu sehen.
Ziele: Wenn es mein Urlaub zulässt, möchte ich unbedingt nach Réunion. Dort gibt es schwarzes Lavagestein, schwarze Pools und Abseilstellen, die bis zu 200 Meter tief sind. Du bist mehrere Tage im Canyon und mitten im Dschungel, musst auf einem Esel zum Einstieg reiten und so weiter. Heutzutage gibt es nicht mehr so viele Abenteuer wie früher, aber das ist sicher eins.
Stärken: Ich bin sehr ehrgeizig und wenn ich auf etwas hinarbeite, dann will ich es auch gut machen. Ich rede nicht viel, sondern mache lieber etwas und setze es um. Mir liegt das Organisieren und das Vorbereiten von Arbeitsabläufen oder anderem.
Schwächen: Ich kann nicht gut verlieren. Daher bin ich auch mehr ein Einzelsportler, denn da kann ich das Ergebnis kontrollieren und hänge nicht von der Leistung einer gesamten Mannschaft ab. Ab und zu bin ich auch ziemlich nachtragend, vor allem wenn ich nicht ernst genommen werde.







