Geburtstag: 29.11.1969
Wohnort: Tumpen (Ötztal), Österreich
Meine Eltern nahmen meine Geschwister und mich bereits sehr früh mit in die Berge, wo wir die Freiheit der Natur genießen konnten. Sie förderten aber auch jegliche Sportarten, die wir versuchen wollten. So stand ich bereits mit fünf Jahren auf Ski.
Mit ca. zwölf Jahren habe ich mit einigen Freunden im Ötztal mit dem Klettern begonnen. Es war eine verrückte Zeit, da wir keinerlei Ahnung vom Klettern und der notwendigen Sicherungstechnik hatten. Wir mussten uns im Grunde die gesamte Sicherungstechnik selbst beibringen, was uns aber später in extremen Alpintouren sehr zugute kam. Das Klettern wurde von uns sehr extrem betrieben und wir konnten daher auch mehrere Erstbegehungen in verschiedenen Gebieten machen.
Für mich war es neben meiner Arbeit mein zweiter Lebensinhalt. Eigentlich bin ich Maler von Beruf und habe damit immer meinen Lebensunterhalt verdient. 1994 habe ich in diesem Beruf meine Meisterprüfung abgelegt.
In den Wintermonaten, wenn man nicht mehr am Fels klettern konnte, habe ich mich dem Eisklettern und Skitourengehen zugewandt, was für mich auch eine Abwechslung zum Sommer bedeutete. Das erste Mal kam ich durch einen Bergführerkollegen mit dem Canyoningsport in Berührung. Ich war ungefähr 25 Jahre alt, als er für eine Canyoningtour mit Gästen einen zweiten Führer suchte.
Dieser Sport und vor allem die Natur, die man dabei zu Gesicht bekommt, haben mich sofort fasziniert. Zwar war ich es gewohnt, einzigartige Naturkulissen zu erleben, aber das war etwas ganz Besonderes. Ich habe zunächst damit begonnen, eigenständig zu gehen, habe aber auch immer wieder Leute durch verschiedene Schluchten geführt. 1997 gab es dann in Tirol die erste gesetzliche Ausbildung zum Canyoningführer, an der auch ich teilgenommen habe.
Was mich am Canyoningsport so fasziniert, ist das Gruppen- und Naturerlebnis. Man bewegt sich in einem Gelände, wo sonst niemand hinkommen kann, ohne die Natur nachhaltig zu zerstören (Steigeanlagen usw.). Wer sich nicht abseilt und einen Canyon durchquert, wird diese einmalige Landschaft nie zu Gesicht bekommen. Canyoning ist aber auch ein Teamsport. Man muss sich auf seine Gäste und den zweiten Führer verlassen.
Heute habe ich meine eigene kleine Firma und biete im Outdoorbereich fast alles an, ob Bergsteigen, Rafting, Canyoning, Eisklettern, Skitouren usw. Wir sind derzeit zu viert und können daher durch unsere Größe auch auf die individuellen Kundenwünsche in allen Bereichen eingehen. Ich übernehme unter der Woche die organisatorischen Aufgaben, wobei mich meine Frau Susanne enorm unterstützt. Unter der Woche führen meine Bergführerkollegen und am Wochenende führe ich die Touren selber, was ein sehr schöner Ausgleich zu meinem Beruf ist. Denn hauptberuflich arbeite ich für einen großen Farbenhersteller und bin dort seit Jahren im Produktmanagement tätig.
Die Gruppen buchen uns zum Teil schon ein Jahr im Voraus und planen ihre Reisen mit uns. Besondere Erlebnisse sind für mich immer, wenn ich einen Gast auf einen Gipfel oder bei einer Tour begleiten darf, die sie/ er sich vorher nicht zugetraut hat. Ein solches Erlebnis ist für mich ebenso viel wert, wie eine Herausforderung in einer extrem schweren Tour, die ich selber gemeistert habe.
Ein besonderes Steckenpferd von mir ist aber auch die Ausbildung von Canyoningführern, die ich seit Jahren für den Tiroler Bergsportführerverband leiten darf. Dies ermöglicht mir, junge Kollegen in einer der schönsten alpinen Sportarten, auf das Führen von Gästen vorzubereiten.
Das allerwichtigste für mich ist jedoch meine Familie. Wenn ich zu Hause bin, dann gehört meine Zeit der Familie und kann somit neue Kraft für alle Aktionen tanken.
Ziele: Es gibt viele Canyons, die ich gerne noch begehen möchte. Aber ganz oben auf meiner Liste, steht wie bei so vielen anderen auch, Réunion, denn das ist eine Abenteuerreise ins Ungewisse. Man ist 2 bis 3 Tage im Dschungel unterwegs. Eine Canyoningtour mit Expeditionscharakter. So etwas gibt es bei uns nicht.
Stärken: Kreativität, Zielstrebigkeit, und Verlässlichkeit. Ich bin besonders ehrgeizig, neue Sachen zu probieren und so lange zu üben, bis ich sie kann. Wenn ich eine Idee habe, dann setze ich sie auch konsequent um (z.B. Canyoningbuch, Ausbildung usw.).
Schwächen: Ich bin ein Perfektionist. Bei mir muss einfach alles passen, was für meine Freunde und mich selber nicht immer ganz einfach ist. Eine weitere Schwäche von mir ist sicher, dass ich nie „nein“ sagen kann und in meinen Aussagen oft recht direkt bin. Außerdem sagt meine Frau über mich, dass ich ein Workaholic bin und ich immer an irgendetwas arbeiten muss.







